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Aktien steigen mit Aktan stetig

Presbergs Routiniers im Kreis-Oberliga-Gipfel gegen Geisenheimer Youngster

Ausgebuffte Aufholjagd-Spezialisten gegen junge Senkrechtstarter. Das Kreis-Oberliga-Duell der Rheingauer Rivalen SV Presberg und FV 08 Geisenheim 08 (Sonntag, 14.30 Uhr) gleicht dem Aufeinandertreffer zweier Welten. Es ist aber das Topspiel des Dritten gegen den Zweiten.

Der Hartplatz auf Presbergs Höhen ist zum Sammelbecken der Routiniers mit höherklassiger Erfahrung geworden. Spielertrainer Mahir Sahin (32) blickt sogar auf Zweitliga-Einsätze für Mainz 05 zurück. Der im August kurzfristig dazugekommene Mustafa Aktan (36) spielte mehrere Jahre beim damaligen Hessenligisten TSG Wörsdorf. Co-Trainer Helmut Preisler, Abwehrspieler Fernando Zarate und Torjäger Sasa Prodanovic gehören weiterhin zur Garde der Gestandenen, die nach ihrem Elf-Spiele-Siegeszug am Sonntag mit dem 3:5 bei der SG Niederems/Esch erstmals wieder eine Niederlage quittieren musste.



„Nach 1:4-Rückstand waren wir auf 3:4 herangekommen, bevor ein Tor von mir nicht gegeben wurde“, ärgert sich Aktan im Nachhinein, sieht aber den generellen Aufschwung nicht gefährdet. Ein Hoch im Höhenort, zu dem er selbst maßgeblich beiträgt. Als Aktan kam, standen vier Niederlagen zu Buche. Im Abbruchspiel gegen die TSG Wörsdorf II, das zum Presberger Leidwesen für die TSG gewertet wurde, gab der Mittelfeld-Malocher seinen Einstand. Danach ging es nur noch steil bergauf. Aktan, Preisler und Sascha Behrens halten Sahin mit Mittelfeld den Rücken frei. Dessen Regiekünste kommen wiederum Prodanovic zugute. Der Dritte der vergangenen Runde rollt Richtung Spitze.

Mit bislang elf Aktan-Toren als Beschleuniger. „Wir sehen ja, dass auch Tabellenführer SV Neuhof gelegentlich strauchelt. Jetzt haben wir es selbst in der Hand, Geisenheim zu überholen und dann zumindest Platz zwei bis zur Winterpause zu halten“, glaubt der Routinier fest an einen dauerhaften Verbleib im Bereich der Spitze. Geisenheims Coach Thomas Gommert, der erstmals auf den zuletzt aus beruflichen Gründen verhinderten Torjäger Pascal Sohns zurückgreifen kann, erwartet auf dem kleinen Presberger Spielfeld einen Kampf auf Biegen und Brechen: „Über die Spielkunst wird sicher kein Sieger ermittelt. Wir müssen die kämpferische Komponente annehmen, haben aber ansonsten keinerlei Druck.“ Aber allemal genügend Ehrgeiz, Platz zwei bis zur Winterpause zu verteidigen. Doch selbst im Fall einer Niederlage behalten die 08er das Prädikat „Überraschungsteam“ bei.

Quelle: Wiesbadener Kurier vom 24.11.11

 

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