|
Der Sportverein von der Rheingauer Alp
|
| Harter Hund gegen Torjäger-Phänomen |
|
SPIEL DES TAGES Gladbachs Bothe soll Presbergs Prodanovic im Hit um Rang zwei in Schach halten
(nn). SG Gladbach/Hausen gegen SV Presberg, das ist in der Fußball-Kreis-Oberliga stets ein Knüller mit nahezu garantiertem Unterhaltungswert. Vergangene Saison hieß es 6:6, nachdem Gladbach vier Elfmeter zugesprochen bekommen hatte. Im Hinspiel der laufenden Runde führten die Rheingauer bis zur 73. Minute 4:0, um dann kollektiv einzubrechen und den Schlangenbadern die Treffer zum 4:4-Endstand zu ermöglichen. Beide heiß auf die Relegation Vor dem Rückspiel (So., 15 Uhr) mutet schon die Ausgangsposition abenteuerlich an: Presberg (46 Punkte) ist nach dieser Partie aufgrund des Lorcher Rückzugs in der ersten Saisonphase gleich zweimal spielfrei, empfängt zum Finale am 29. Mai Geisenheim 08, kann somit auf maximal 52 Zähler kommen. Gladbach (derzeit 43) hat noch die Aufgaben bei Meister SG Walluf, sowie gegen die Relegationsplatz-Rivalen Spvgg. Eltville (Heimspiel) und SV Neuhof (auswärts) vor der Brust. Heißt für den Sonntag: Gladbach könnte mit einem Remis leben, Presberg muss siegen.
Klar ist: Beide Clubs wollen unbedingt die zuschauerträchtige Fünferausscheidung zur Gruppenliga erreichen, wären aber auch für den Fall des Nichterreichens oder Scheiterns bestens für die nächste Runde aufgestellt. Sowohl SG-Spielertrainer Mario Moll als auch Presbergs mitspielender Coach Mahir Sahin haben bereits zugesagt. Ebenso die Torjäger Sierk Conradi (Gladbach) und Sasa Prodanovic (SVP). „Ich fühle mich wohl, bin rundum zufrieden“, sieht Conradi (24) trotz höherklassiger Anfragen keine Wechselgründe. 19 Tore hat er in seiner Mittelfeldrolle bereits erzielt. Nächste Saison stößt nun sein jüngerer Bruder Nils (21/derzeit SG Rauenthal/Martinsthal) zum Kader. Weitere Zugänge werden folgen. Einhergehend sorgen auf den Außenstationen die 18-jährigen Eigengewächse Fabio Laufer und Tim Bondzio für viel Schwung. Während hinten der erfahrene Björn Bothe und Toptorhüter Oliver Hofmann dazu beitragen, dass es zuletzt im eigenen Kasten kaum mehr klingelte. Bothe, Gladbachs „harter Hund“, wird wohl die Bewachung von Prodanovic übernehmen. Rund 180 Liga-Tore hat der Ausnahme-Torjäger in seinen bisher knapp vier Jahren auf Presbergs Höhen erzielt. In dieser Saison knapp 30. „Ich bin Mannschaftssportler und zähle nicht mit. Wichtig ist, dass jetzt bei uns Teamgeist und Disziplin stimmen. Sollten wir am Sonntag gewinnen, stehen die Chancen zur Relegation ganz gut“, bekräftigt Prodanovic. Poharetzki blüht auf Der 37-Jährige ist nicht der einzige Routinier in Presbergs illustrer Combo. Seit diesem Jahr führt hinten Mahir Sahins Cousin Ali-Ekber Sahin (40) als Libero Regie. Flankiert von den Manndeckern Fernando Zarate und Thomas Obländer, während zwischen den Pfosten Gert Schäffer (46) brilliert. „Im Hinspiel waren wir am Ende hinten konfus. So etwas wird uns nicht mehr passieren“, verweist Mittelfeld-Sechser und Co-Trainer Helmut Preisler (29) auf die längst gefestigte Defensive. Juro Ilic auf der Außenbahn und Mittelfeld-Zehner Christian Poharetzki, der letzte verbliebene Wiesbadener beim SVP, leisten für Prodanovic wertvolle Zubringerdienste. Nächste Runde wirbelt zudem Omer Muminovic (ehemals SG Walluf) in Presberg. Weiterhin hat Torwart-Paradiesvogel Peter Brasser (38) zugesagt. Quelle: Wiesbadener Kurier vom 5.5.11 |